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Mit dem Infrarotheizungs-Rechner berechnest Du in wenigen Schritten die passende Leistung pro Raum, Deinen Jahresverbrauch und die voraussichtlichen Kosten – inklusive HT/NT oder Einheitstarif, PV-Eigenverbrauch (mit Speicher-Bonus) und Bad-Modus. Der Mehrraum-Modus verteilt die Leistung automatisch auf einen sinnvollen Paneel-Mix (300/500/800/1000/1200 W) und zeigt Dir in Charts, wie sich Smart-Timer und PV auf Netzbezug und Kosten auswirken.

So nutzt Du den Infrarotheizung-Rechner (Step-by-Step)

  1. Räume anlegen: Für jeden Raum Fläche (m²), Raumhöhe, Außenwand-%, Fensterfläche (m²) und Baujahr eintragen.

  2. Dämmstandard wählen: „sehr gut / gut / mittel / schlecht“ – Basis für W/m².

  3. Temperaturen & Nutzung: Soll- und Minimaltemperatur sowie Stunden/Tag; Bad-Modus setzt +2 °C Zieltemperatur und +10 % Leistungsreserve.

  4. Paneel-Mix prüfen: Entweder Auto-Vorschlag (300/500/800/1000/1200 W) nutzen oder Stückzahlen je Paneelleistung manuell setzen.

  5. Tarifart & PV: HT/NT oder Einheitstarif wählen; Arbeitspreise, PV-Eigenverbrauch und Speicher-Bonus eintragen.

  6. Zu den Ergebnissen: Du erhältst Gesamt-Watt, kWh/Jahr, €-Kosten (inkl. Grundpreis) sowie Monats-Linienchart (Standard/Eco/Smart) und gestapeltes Balkendiagramm (Netzbezug vs. PV).

Infrarotheizungs‑Rechner · Dimensionierung, Kosten & Smart‑Szenarien
Füge Räume hinzu, wähle Dämmstandard & Nutzung – der Rechner schlägt Leistung, Paneel‑Mix, monatliche Verbräuche und Kosten (inkl. HT/NT & PV‑Eigenverbrauch) vor.

1) Tarif & PV‑Einstellungen

Tipp: Für Smart‑Timer wird automatisch ein größerer NT‑Anteil und PV‑Eigenverbrauch angenommen.

2) Paneel‑Konfigurator (optional)

3) Räume & Nutzung

Dämmstandard: sehr gut / gut / mittel / schlecht Bad‑Modus: +2°C Ziel, +10% Leistung
Raum Höhe (m) Dämmung Außenwand (%) Fenster (m²) Baujahr Soll (°C) Minimal (°C) Std/Tag Bad? W/m² Gesamt W
Hinweis: Die Leistungsabschätzung basiert auf vereinfachten Richtwerten und dient der Orientierung. Für Dauerheizen in schlecht gedämmten Gebäuden kann eine andere Heizlösung wirtschaftlicher sein.

4) Ergebnisse & Hinweise

Empf. Gesamtleistung
– W
Jahresverbrauch (Standard)
– kWh
Jahreskosten (Standard)
– €

5) Visualisierung

⚠️ Sicherheit: In Badezimmern nur Geräte mit geeigneter Schutzart (mind. IPX4 in Zone 2) einsetzen. Mindestabstände (≥50 cm) zu Textilien/ Möbeln einhalten, niemals abdecken.
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Wie die Dimensionierung im Rechner funktioniert

Richtwerte (W/m²) als Startpunkt

  • Sehr gut gedämmt: etwa 35–50 W/m²

  • Gut gedämmt: etwa 50–70 W/m²

  • Mittel: etwa 70–90 W/m²

  • Schlecht: etwa 100–120 W/m²

Diese Spannen sind Praxiswerte für die Infrarot-Zonenwärme. Für Dauerheizen in schlecht gedämmten Hüllen steigt die Last erheblich – prüfe dann Alternativen.

Korrekturfaktoren (vereinfacht, aber wirksam)

  • Raumhöhe: Referenz 2,5 m; höhere Räume ⇒ moderater Zuschlag.

  • Außenwand-Anteil: bis etwa +15 % (Kälteverlust).

  • Fensterfläche: bis etwa +20 % (kalte Glasflächen).

  • Baujahr: Ältere Baujahre tendenziell höher; Neubau/GEG-Standard tendenziell niedriger.

  • Bad-Modus: +2 °C Ziel und etwa +10 % Reserve.

Temperatur-Delta & Nutzung

Der Energiebedarf steigt mit dem ΔT zwischen Minimal- und Solltemperatur sowie mit den Betriebsstunden/Tag. Der Rechner skaliert die Monatswerte über ein mitteleuropäisches Saisonprofil, damit die Kurve realistisch bleibt.

Paneel-Mix, Platzierung & Montage

Welche Leistungsklassen sind sinnvoll?

Mit 300/500/800/1000/1200 W deckst Du die meisten Räume ab. Auto-Vorschlag kombiniert große Einheiten effizient und ergänzt bei Bedarf ein kleines Paneel als Reserve (schnelleres Aufheizen, feinere Regelung).

Wand vs. Decke – was passt zu Dir?

  • Wandmontage: Maximiert Sichtkontakt zur Person; perfekt für Sitz-/Arbeitsbereiche (Homeoffice, Sofa, Bad-Spiegel).

  • Deckenmontage: Gleichmäßiger, aber größerer Abstand ⇒ bei hohen Räumen ggf. höhere Leistung oder mehr Paneele einplanen.

  • Bad-Zonen: In Zone 2 mindestens IPX4 (Spritzwasserschutz); unmittelbar an Dusche/Wanne gelten strengere Zonen. Prüfe im Zweifel die DIN VDE 0100-701-Schutzbereiche.

Weiterlesen:
Dimensionierung einer Infrarotheizung – Schritt-für-Schritt & Fallstricke.
Infrarotheizung installieren – Montage-Anleitung (Wand/Decke).

PV-Eigenverbrauch & Speicher: So senkst Du Kosten sichtbar

Mit PV-Eigenverbrauch deckst Du einen Teil des Heizstroms direkt vom Dach. Mit Batteriespeicher steigt die nutzbare PV-Quote zusätzlich. Im Rechner stellst Du beides separat ein; das PV/Netz-Chart zeigt Dir die Monatsverteilung.

Hintergrund: PV-Anteil und ein hoher Erneuerbaren-Mix senken mittel- bis langfristig die klimarelevante CO₂-Intensität des Stroms in Deutschland. 2024 lag der Anteil erneuerbarer Energien an der öffentlichen Nettostromerzeugung bei etwa 62,7 %, mit neuem Solar-Rekord.
Studien des Fraunhofer ISE zeigen seit 2024 einen deutlichen Kostenvorsprung erneuerbarer Erzeugung (PV, teils inkl. Speicher) gegenüber fossilen Kraftwerken – ein Treiber für günstigen Eigenstrom.

FAQ Infrarotheizung Rechner:

Als Richtwert: 35–50 W/m² (sehr gut), 50–70 W/m² (gut), 70–90 W/m² (mittel), 100–120 W/m² (schlecht). Der Rechner passt per Korrekturen an.

Wenn Du Nutzungszeiten sinnvoll in NT verschiebst (Timer), ja. Sonst ist ein Einheitstarif oft einfacher – rechne beide Fälle im Tool durch.

PV-Quote erhöhen, ggf. Speicher-Bonus ansetzen und Smart-Timer nutzen. So verschiebst Du Laufzeiten in PV-reiche Stunden.

Rechnen mit realistischen Annahmen: Beispiele

Die folgenden Fälle demonstrieren die Logik des Rechners. Deine Ergebnisse können je nach Eingaben variieren.

Beispiel 1: Homeoffice (12 m², gut gedämmt, 6 h/Tag)

  • Richtwert: 50–70 W/m² → Ziel 600–840 W

  • Paneel-Mix: 800 W (Wand, Sichtkontakt zum Schreibtisch)

  • Tarif: Einheitstarif 0,38 €/kWh; PV-Eigenverbrauch 25 %, ohne Speicher

  • Ergebnis (typisch): kWh/Jahr moderat; Kosten sinken bei Smart-Timer leicht (mehr Nutzung bei PV/Flautezeiten)

Beispiel 2: Bad (6 m², mittel, Bad-Modus, 1–2 h/Tag)

  • Richtwert: 70–90 W/m², +10 % Reserve → etwa 500–600 W

  • Paneel-Mix: 500–800 W, IPX4 in Zone 2, Timer 30 min vorher

  • Tarif: HT/NT mit 30 % NT-Anteil; PV-Eigenverbrauch 20 %

  • Ergebnis: Sehr komfortabel (warme Oberflächen), NT/Timer reduzieren Kosten

Beispiel 3: Wohn-/Essbereich (22 m², gut, große Fenster, 5 h/Tag)

  • Richtwert: 50–70 W/m², Zuschlag für Glasflächen → etwa 1.200–1.600 W

  • Paneel-Mix: 1.000 W + 500 W (feine Regelung: 1 oder 2 Paneele)

  • Tarif: Einheitstarif, PV-Eigenverbrauch 35 %, Speicher-Bonus 10 %

  • Ergebnis: PV senkt den Netzbezug im Tagesgang; Smart-Timer verschiebt Anteile

Häufige Fehler – und wie Du sie vermeidest

  • Zu knapp dimensioniert: Zu wenig Watt → lange Aufheizzeit, ungleichmäßige Wärme. ⇒ Richtwerte einhalten, Auto-Vorschlag testen.

  • Falsche Platzierung: Keine freie Sicht, Paneel „verdeckt“. ⇒ Strahlungsfeld freihalten (1–1,5 m), Sitzbereiche im Fokus.

  • Tarif verwechselt: HT/NT statt Einheitstarif (oder umgekehrt). ⇒ Im Rechner Tarifart korrekt setzen.

  • PV-Quote unterschätzt: Speicher nicht berücksichtigt. ⇒ Speicher-Bonus und Smart-Timer nutzen.

  • Bad-Sicherheit ignoriert: Falsche Zone/Schutzart. ⇒ DIN VDE 0100-701 beachten; in Zone 2 IPX4.

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